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Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten

Was jeder schon ahnen konnte, ist nun Gewissheit.
Die Steuerungsmechanismen bei der Gestaltung der Strompreise funktionieren nicht richtig, da einige derjenigen, die kostenlose CO2-Rechte erhalten haben, sich nicht gemeinschaftlich verhalten.
Monopole und andere Unternehmen müssen sich nach moderner Auslegung der betriebswirtschaftlichen Philosophie nicht um volkswirtschaftliche oder gar gesellschaftliche Belange kümmern. Steht doch der Ertrag und das Wachstum des Unternehmens uneingeschränkt im Vordergrund.

Liebe Manager und Shareholder und Investmentberater,
dass Unternehmen wachsen und gedeihen sollen, steht doch gar nicht zur Debatte.
Ihr habt die Zertifikate kostenlos bekommen! Wenn ein anderes Unternehmen solche Rechte braucht, dann werden sie zu einem Marktpreis verkauft. Dagegen ist nichts einzuwenden.
Was aber wenigstens unredlich ist, ist die Tatsache, dass ihr alle kostenlosen Rechte auf einmal mit einem "Marktpreis" in die kalkulatorischen Kosten einrechnet und damit die Strombezieher abkassiert.
Ihr habt die Rechte nicht geschenkt bekommen, um die Bevölkerung mit euren betriebswirtschaftlichen Taktiken zu verschaukeln.
Gebt diese mit nichts zu begründenden Sondergewinne in einen Fonds zur Förderung dessen, wozu diese Zertifikate eingeführt wurden. Zum Schutz der Umwelt! Zum Umbau der fossilen und atomaren Energieversorgung auf erneuerbare Energien.
Oder nehmt die Extragewinne und investiert Sie zusätzlich zu dem Wenigen, was ihr bisher tut, in den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Zitat von Albert Einstein: "Die Welt ist nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen."

Abgewandelt sage ich: "Die Welt ist nicht bedroht von Monopolen, die wenig zum Klimawandel beitragen und uns trotzdem das Geld aus der Tasche ziehen, sondern von den Menschen, die zulassen, dass dies geschieht."

Sie meinen, nichts gegen die Monopole ausrichten zu können?
Natürlich können Sie etwas tun!
Produzieren Sie ihren eigenen Strom!
Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.

Gestalten Sie selbst ein Bürgerprojekt Solarstrom.

Nur eine Bitte: Sie brauchen auch ein paar Jahre Geduld. Wenn Sie natürlich auch zwischen 10% und 25% Eigenkapitalrendite pro Jahr erwarten, muss ich Sie enttäuschen. Aber Sie denken ja nicht so? Es sind nur die Anderen, die sich nicht verantwortlich zeigen für das Gemeinwohl.
Ihr Kapital ist durch die feste Einspeisevergütung des Energie-Einspeise-Gesetzes geschützt. Die Renditen sind zwar deutlich geringer, wie in der konventionellen Stromerzeugungswirtschaft. Sie tragen aber dazu bei, den Energiewandel zu ermöglichen und neue Arbeitsplätze auch in Deutschland zu schaffen.

Wenn Sie das Thema vertiefen möchten, schauen Sie auf die Seiten des Bundesumweltministeriums.

Wie lautete eine Schlagzeile vom 14.02.06 im Handelsblatt:

E-mission impossible.

Ganz sicher nicht!
Das Solarzeitalter hat begonnen und wird nicht aufzuhalten sein von den Fossil(i)en dieser Welt.

Sonnige Grüße
Ihr Dietmar Helmer (incl. weiterführende Links zum Thema)
im Februar 2006



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Öko-Institut - Analyse im Auftrag des WWF zum CO2-Emissionshandel
von Buergerprojekt @ 20. Juni 2008

Die Gewinnmitnahmen deutscher Stromerzeuger in der zweiten Phase des EU-Emissionshandelssystems (2008-2012) Eine Kurzanalyse für die Umweltstiftung WWF Deutschland Berlin, 14. Mai 2008
Dr. Felix Chr. Matthes Öko-Institut
Die Kernaussage der Analyse:
E.ON werde auf diese Weise in den nächsten Jahren voraussichtlich 11 Milliarden Euro einstreichen; bei RWE seien es 9,0 und bei Vattenfall immer noch rund 6,6 Milliarden Euro. Auch EnBW und Evonik können mit Zusatzeinnahmen von 6,0 bzw. 2,3 Milliarden rechnen.



WWF zeigt auf, wie die Monopole aus kostenlosen CO2-Zertifikaten Milliardengewinne vereinnahmen.

von Buergerprojekt @ 18. Feb, 2006
Es ist bereits bekannt gewesen, dass die Konzerne mit den Zertifikaten ihre ganz eigene "Philosophie" betreiben.
Schön für die Monopole, wenn sie kostenlose Zertifikate bekommen, die sie an der Strombörse dann pro Tonne-CO2; auf einmal mit 25 EUR bewerten können und kalkulatorisch auf den Strompreis aufschlagen.
Laut WWF-Berechnungen belaufen sich die Gewinne für die fünf größten deutschen Stromerzeuger RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW und STEAG aus den ersten beiden Emissionshandelsphasen von 2005 bis 2012 voraussichtlich auf 31 bis 64 Milliarden Euro.
Alle sind "erstaunt", dass die Preise für die Zertifikate so rasant gestiegen sind. Mich überrascht das gar nicht. Wäre die öffentliche Aufmerksamkeit nicht mittlerweile so groß, würde der Preis dieses relativ engen und intransparenten Marktes fröhlich weiter steigen.
In monopolistischen "Markt"-strukturen gibt es viele Entfaltungsmöglichkeiten für den Shareholder-Kapitalismus. Es bleibt zu wünschen, dass die Politik eine deutliche Antwort auf diesen "Miß"-brauch des Marktes hat.
Vielleicht geschieht auch ein Wunder und die Konzerne legen diese Sondergewinne in einen Fonds ein, um die erneuerbaren Energien zu fördern? Dann würden wir nicht mehr darüber reden, ob wir den Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2020 auf 20% der Energieversorgung steigern könnten. Wir wären viel, viel weiter.
Dank sei dem WWF -Deutschland, dass er die Praktiken in einer Studie nachweist.
Lesen Sie die ausführliche Seite des WWF zum Emissionshandel.
Wie Sie selbst etwas tun können, um die Monopole aufzubrechen, zeige ich Ihnen mit dem Bürgerprojekt Solarstrom auf.

Sonnige Grüße
Ihr Dietmar Helmer



Mehr zum Thema CO2-Emissionshandel finden Sie auf der Website des WWF-Deutschland.




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